Factoring für Lackiererbetriebe und Maler
Lackierer und Maler verwandeln ihre Kunden mit Factoring praktisch in Barzahler und sichern sich gegen Forderungsausfälle ab
Malerbetriebe und Lackierer nutzen Factoring seltener als Bau- oder Elektrobetriebe – dabei ist der Bedarf mindestens genauso groß. Wer Objekte saniert, Fassaden streicht oder gewerbliche Auftraggeber mit Lackiererarbeiten bedient, kennt das Problem: Die Leistung ist erbracht, die Rechnung gestellt – und dann beginnt das Warten, meist über vereinbarte Zahlungsziele hinaus.
Was viele Inhaber nicht wissen: Nicht nur der Einstieg ins Factoring lohnt sich, sondern vor allem der regelmäßige Konditionsvergleich. Wer einmal einen Vertrag abgeschlossen hat und ihn nicht hinterfragt, zahlt in vielen Fällen deutlich zu viel. Wer gezielt nach spezialisierten Factoringanbieter für Maler- und Lackierbetriebe im Vergleich sucht, findet Konditionsunterschiede von 20 bis 45 % – bei 750.000 € Jahresumsatz sind das schnell mehrere tausend Euro pro Jahr.
Was Malerbetriebe beim Factoring besonders beachten müssen
Das Malerhandwerk hat eine Eigenheit, die es von anderen Gewerken unterscheidet: Bei Aufträgen mit individuellem Sondermaterial – maßgefertigte Farbmischungen, Speziallacke für ein bestimmtes Objekt – ist dieses Material wirtschaftlich nicht anderweitig verwertbar. Das ist für spezialisierte Factoringanbieter relevant, weil es die Grundlage für Anzahlungsfactoring bis zu 30–35 % des Auftragswertes schafft.
Wer also für ein Großobjekt hochwertige Speziallacke beschafft, muss diese nicht mehr vollständig aus Eigenmitteln vorfinanzieren. Voraussetzung: Die Materialspezifikation ist im Auftrag klar dokumentiert und der Factor akzeptiert Anzahlungsrechnungen. Nicht alle Anbieter bieten das an – ein gezielter Vergleich lohnt sich.
Warum der Anbieterwechsel häufig mehr bringt als der Einstieg
Viele Malerbetriebe haben Factoring bereits genutzt – oft seit Jahren beim gleichen Anbieter, mit unveränderten Konditionen. Das ist ein teures Muster: Der Factoring-Markt hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert. Neue Anbieter sind in den Markt eingetreten, bestehende Anbieter haben ihre Konditionen angepasst. Wer nicht regelmäßig vergleicht, zahlt strukturell zu viel.
Die häufigsten Punkte, bei denen Malerbetriebe beim Anbieterwechsel sparen:
- Die All-In-Gebühr wurde seit Vertragsabschluss nie neu verhandelt
- Das Zahlungsziel der Debitoren hat sich verkürzt – die Kondition spiegelt das nicht wider
- Der ursprüngliche Anbieter kauft keine Anzahlungsrechnungen an, obwohl das mittlerweile möglich wäre
- Der Vertrag hat eine lange Laufzeit mit automatischer Verlängerung
Das sagen Malerbetriebe aus der Praxis
„Wir haben drei Jahre lang denselben Factoringvertrag gehabt – ohne je zu fragen ob es günstiger geht. Als wir dann verglichen haben, war der Unterschied enorm. Ich ärgere mich noch heute, dass wir so lange gewartet haben."
M. Becker, Malermeister, 14 Mitarbeiter, Niedersachsen
„Der neue Anbieter kauft auch unsere Anzahlungsrechnungen für Speziallacke an – das hat unser Liquiditätsproblem bei Großaufträgen komplett gelöst. Vorher mussten wir das Material immer aus der eigenen Kasse vorfinanzieren."
C. Hartmann, Inhaber, Maler- und Tapeziermeister, 9 Mitarbeiter, Sachsen
Worauf Malerbetriebe beim Factoringvertrag achten sollten
Neben der reinen Gebührenhöhe sind drei Punkte für Malerbetriebe besonders relevant: Erstens die Frage, ob Anzahlungsrechnungen für Sondermaterial grundsätzlich angekauft werden. Zweitens, ob das stille Verfahren ohne Aufschlag verfügbar ist – gerade bei Hausverwaltungen und öffentlichen Auftraggebern mit Abtretungsverboten unverzichtbar. Drittens die Vertragslaufzeit: Kurze Laufzeiten mit flexibler Kündigungsfrist geben die Möglichkeit, regelmäßig neu zu verhandeln.
Ein unabhängiger Vergleich kostet nichts und das Anfrageformular auszufüllen dauert wenige Minuten. Er schafft Transparenz über den aktuellen Markt – und zeigt, ob der bestehende Vertrag noch marktgerecht ist oder ob ein Wechsel sich lohnt.
Quellen
