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Wichtige Fragen im Factoring-Analysebogen erklärt

Diese 15 Fragen entscheiden über das passende Factoringmodell – jetzt erfahren, worauf es wirklich ankommt und wie eine Analyse richtig funktioniert.

Was Factoringgesellschaften wirklich interessiert – und was Sie als Unternehmer dazu wissen sollten

Wer Factoring über eine unabhängige Vergleichsplattform beantragt, wird zunächst um die Beantwortung einiger kurzer, aber für die Anbieter Selektion sehr wichtiger  Fragen gebeten. Was auf den ersten Blick simpel erscheint, hat es inhaltlich in sich:

Jede dieser Fragen hat einen konkreten Hintergrund – sie entscheidet, welcher Anbieter zu Ihrem Geschäftsmodell und betriebswirtschaftlichen Parametern passt, welche Varianten sinnvoll sind und wie sich Konditionen optimieren lassen.

Nachfolgend erklären wir Ihnen, warum diese 15 Fragen so wichtig sind – und was sie über Ihr Unternehmen, Ihre Forderungsstruktur und die richtige Factoringlösung verraten.

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Factoring-Beratung mit Kurzanfrage

✅ Die 15 wichtigsten Punkte aus dem Analysebogen

  1. Branche und Geschäftsmodell: Entscheidend ist, ob Sie auf Dienstleistungsbasis oder mit Werkverträgen arbeiten. Auch die Art der Rechnungsstellung und Leistungsabnahme ist relevant für die Auswahl geeigneter Anbieter.
  2. Jahresumsatz und Factoringvolumen: Je nach Umsatzklasse (klein, mittel oder groß) kommen unterschiedliche Anbieter infrage. Zudem gelten teils unterschiedliche Mindestumsatzgrenzen (z. B. ab 250.000 € oder erst ab 5 Mio. € p.a.).
  3. Anzahl der aktiven Debitoren: Die Debitorenanzahl zeigt, ob eine Selbstprüfungsgrenze sinnvoll ist – also ob einzelne Kunden vom Unternehmer selbst versichert werden dürfen. Außerdem benötigen wir diese Angaben zur Kostenberechnung der Debitorenprüfkosten.
  4. Zahlungsziel und tatsächliche Zahlungseingänge: Diese Info verrät, wie Ihre Kunden zahlen – und ob es Diskrepanzen zwischen der tatsächlichen und der vertraglichen Vereinbarung gibt. Das beeinflusst die in Frage kommenden Factoring-Varianten und Risikoprüfung.
  5. Forderungsbestand zum Stichtag: Hier erkennt man, wie viel Kapital im Umlaufvermögen gebunden ist. Daraus ergibt sich das Liquiditätspotenzial durch Factoring.
  6. Anteil Werkverträge / VOB / HOAI: Nicht alle Factoringgesellschaften akzeptieren diese Abrechnungsformen oder Teil-/Abschlagsrechnungen. Hier ist Fachkenntnis gefragt.
  7. Rechnungsempfänger: Gewerbe, Privat, Behörden:Für Privatkunden und öffentliche Auftraggeber braucht es spezielle Modelle, z. B. stilles Factoring bei Kommunen mit Abtretungsverboten.
  8. Bestehender Factoringvertrag: Dient zur Vermeidung von Doppelanfragen. Zudem kann der bisherige Vertrag auf Optimierungspotenziale analysiert werden.
  9. Umsatz- und Ertragssituation: Wichtig für die Einschätzung der Bonität und wirtschaftlichen Entwicklung – beeinflusst die Angebotsannahme durch den Factor.
  10. Welcher Umsatz soll ins Factoring einfließen? Nur Teilumsatz? Oder alles? Und mit welchen Debitoren? Diese Frage entscheidet über die Modellstruktur und das Angebotsdesign.
  11. Gewünschte Factoringvariante:Full-Service für kleinere Unternehmen, Inhouse für größere? Der Wunsch entscheidet über Anbieterwahl und technisches Setup.
  12. Bestehende Warenkreditversicherung:Ist eine WKV bereits vorhanden, kann sie in das Factoring integriert oder durch ein neues Modell ersetzt werden – meist mit Kostenvorteilen.
  13. Abtretungen oder Zessionen: Wenn Forderungen an Banken abgetreten sind, muss vorab geklärt werden, ob und unter welchen Bedingungen eine Freigabe erfolgen kann.
  14. Weitere Factoringanfragen: Um Dopplungen zu vermeiden, werden bereits angefragte Gesellschaften nicht erneut kontaktiert.
  15. Anzahl Rechnungen pro Jahr: Bei hohem Belegvolumen lohnt sich die technische Integration per Schnittstelle – für effiziente Einreichung und geringe Fehleranfälligkeit.

Fazit: Ein guter Analysebogen spart Zeit, Geld und Ärger

Eine professionelle Vorauswertung ist der wichtigste Schritt zu einem passenden Factoringmodell. Denn nur so lassen sich über 200 mögliche Anbieter sinnvoll filtern – und Ihre individuellen Anforderungen auf den Punkt erfüllen.

Gute Berater nutzen die Angaben nicht nur für den Angebotsvergleich, sondern auch zur Verhandlung optimaler Konditionen im Hintergrund. Sie vermeiden damit unnötige Rückfragen, technische Hürden – und sorgen dafür, dass Sie die bestmögliche Lösung erhalten.

Quellenangaben

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